Ploner, Josef Eduard (1894-1955)

Bregenzerwälder Symphonie, Opus 154
(1948)

1. Satz "Kräftig schreitend"
2. Satz "Lug ins Land"
3. Satz "Der Ahnen Walten und Weben"
4. Satz "Lobgesang"

Das Tiroler Jahr, Opus 131
Zum Werk (siehe auch hier)

I. Satz: Einleitung (Sterzinger Rauhnacht-Jodler und Winter)
Winter = Winteraustreibung (Imster Schemenlaufen)

II. Satz: Bergfrühling (Der zur Ehren der germanischen Göttin Ostara heute noch unter dem verstümmelten Namen „Hollerpfann“ in Südtirol gefeierte Brauch "Holepfan")

III. Satz: Sommerfeste

IV. Satz: Herbst (Erntezeit, Erntetänze, „Türkenpratscher“, Almheimkehrtanz aus der Rasteleuther Gegend)

Ad. Lib CODA: Das alte Jahr geht zu Ende und schließt sich dem neuen an: der Jahreskreis ist geschlossen!

Zu Ia:
In den Rauhnächten
Und mitt’n in Winter, in der Sunnenwendnacht,
da sei mal fein stad, da gib a mal acht!
Rauhnacht Jodler
Und mitt’n in Winter, in der Sunnenwendnacht,
pass au af die Viecher, dann versteascht ihre Sprach.

Rauhnacht Jodler

Dann siehgscht unterm Schnea, dass das Grasl lei schlaft,
dann hearscht du das Eis, wias hoamlich zerkracht.

Rauhnacht Jodler

So ischt’s halt im Leb’n, dös a nit alm lacht,
aber Guatsein und Treusein hat d’Sunn no alm bracht.

Rauhnacht Jodler

Zu Ib:
Iatz klumperets (Jakob Kopp)
Wenn d’Imschter iatzt na Fasnacht probe, iatz war i gearn wieder doube;
weil i mecht d’Schaller sovl gearn, und ´s Fugenmarschle wieder hearn.
Iatz klumperets in alle Gaßle-‘s ganz Schtadtle ischt voll Fröid und Schpassle;
Kuen Imschter geit’s dön`s iatz it lupft und Jung und Olt probiert und hupft.

Und lang verstorbne echte Alte, die alls auf d’Fasnacht habe ghalte,
vo die salle kriagt me albig zhearn, dass se gor im Grab no zapplet wearn.
Da kämen alle zamparlare, daß d’Imschter gschoubne Kouge ware,
da mache d’Imschter sich nicht draus, heund ischt d’ganz Walt a Narrehaus.

Die wichtigsten Figuren des Schemenlaufens werden durch die betreffenden Themen und Themenabschnitte charakterisiert. Der „Hexenruf“ selbst ist in seiner beabsichtigten Primitivität dämonisch-urgewaltig zu bringen.

Titelblatt der Partiturkopie

Seite 19 der Partiturkopie

Trauernd Land
Eine Tondichtung der Heimatliebe
1936

Arthur von Wallpach [Dichter und Schriftsteller]
Du meiner meiner Jugend zerbrochenes Land,
sonnleuchtendes, blütendurchwebtes,
verschüttet liegst du vom Weltenbrand,
ein Phantom, ein niemals erlabtes.

Es krampft mein Herz, ruft dumpf und schwer
Tal über der Glocken Klage,
als trage der Klänge dröhnendes Meer
Wehschrein verwehter Tage.

Bein Jauchzen springt auf, keines Schusses Knall
aus den einsamen Halden und Flühen:
Zu jäh war der Schlag, zu tief der Fall,
nur die trotzigen Herzen glühen!

Sepp Sterzinger [Pseudonym von Ploner]
In unseren Seelen lodert immerdar ein mahnend Feuer:
Deiner nie zu vergessen, verloren Heimat,
sondern dich zu erlösen aus der Knechtschaft Qual,
dich, trauerndes Sonnenland!

Friedrich Hölderlin [Aus „Rückkehr in die Heimat“]
Doch du, mein Vaterland, du heilig
Duldendes, siehe, du bist geblieben!

Seite 45 der Partiturkopie

Innsbrucks Landschaft *

* ... korrigierter Titel, original "Innsbruck's Landschaft"

Seite 7 der Partiturkopie

Seite 15 der Partiturkopie

Wolkenstein-Suite, Opus 103a
Vermerk auf Partiturkopie: Komponiert: Oktober 1951